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Präsentation des 4. mamonova-report am 26.April 2013 in Köln

02.05.2013 Kategorie: Patienten Nachrichten

Erfolg des mamonova Netzwerkes: Verkürzung der Gesamttherapiedauer im Mittel um über einen Monat bei gleichzeitiger Therapie-Optimierung.

v.l.n.r: Joachim Ripplinger (Leiter des mamonova-Netzwerkes) PD Dr. Mathias Warm (Chefarzt des Brustzentrums Köln-Holweide) Thomas Schwarz (Moderator)

Köln. Jede zehnte Frau in Deutschland erhält irgendwann die Diagnose: Brustkrebs. Das Mammakarzinom ist die häufigste Tumorerkrankung bei Frauen in den Industrienationen. Auch deshalb hat sich die Bundesregierung aktuell auf die Fahnen geschrieben, die Früherkennung von Brustkrebs voranzutreiben und eine optimale Gesamtversorgung von Brustkrebspatientinnen mit einer einheitlichen Datenerfassung zu gewährleisten. Was vom Bundesgesundheitsministerium per Gesetzentschluss jetzt eingefordert wird, wird im Großraum Köln bereits seit über einem Jahrzehnt intensiv vorangetrieben.

Bereits 2001 startete die erste Vernetzung von niedergelassenen Fachärzten im Netzwerk mamonova. Das erklärte Ziel: Durch eine intensive Zusammenarbeit von Gynäkologen, Radiologen, Pathologen, Strahlentherapeuten und Onkologen eine Strategie im Kampf gegen den Brustkrebs zu entwickeln.

Die Früchte dieser Pionierarbeit werden nun präsentiert: Mit dem mamonova-report legt das Kompetenznetzwerk für Mammadiagnostik und Mammatherapie erstmalig einen dezidierten, fach- und sektorübergreifenden Fünf-Jahres-Bericht vor. In diesem in seiner Art bundesweit einzigartigen onkologischen Report wurden alle Daten der Diagnostik und Therapie des Mammakarzinoms sowohl ambulant als auch stationär systematisch evaluiert. Damit übersteigt er alle bisherigen vergleichbaren Berichte in puncto Datenquantität und -qualität. Mit dieser ersten Langzeitanalyse kann ein Modell für künftige Standards in der Qualitätssicherung vorgestellt werden. Doch damit nicht genug: Durch die kontinuierliche Erhebung und Analyse von Daten seit 2006 erreichte das mamonova-Netzwerk nachhaltige Verbesserungen in der interdisziplinären Gesamtversorgung von Brustkrebspatientinnen im Großraum Köln.

Das Ergebnis: Durch die sehr enge sektorübergreifende Kooperation ist es innerhalb von drei Jahren (2008-2011) gelungen, die Diagnostik und Therapie der Brustkrebserkrankung zu optimieren und gleichzeitig die Gesamttherapiedauer für die Patientinnen im Mittel um über einen Monat zu verkürzen. Dies ist nicht nur aus volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten bedeutsam, sondern stellt insbesondere für die betroffenen Patientinnen eine deutliche Steigerung ihrer Lebensqualität dar.

"Einmalig für die Bundesrepublik ist es mamonova gelungen, regionale senologische Langzeitdaten über einen Zeitraum von fünf Jahren vollständig zu erheben und damit die Voraussetzung für eine zielgerichtete Versorgungsforschung zu ermöglichen", so Joachim Ripplinger, Initiator des Netzwerks und Geschäftsführer der mamonova GmbH, der am 26. April 2013 die Daten erstmals Interessierten aus dem medizinischen Bereich sowie Vertretern der Krankenkassen präsentierte. Neben der Vorstellung des mamonova-reports standen die Präsentation des künftigen Kommunikationssystems sowie diagnostische und pharmakologische Innovationen auf dem Programm des Abends.

Rund 120 Teilnehmer, darunter zahlreiche Netzwerkmitglieder, Leiter regionaler Brustzentren, interessierte Mediziner, Pharmavertreter und Journalisten, waren im Kölner Hotel The New Yorker bei der Vorstellung des mamonova-reports zugegen. Durch den Abend führte der Moderator, Mediziner und Journalist Thomas Schwarz.